Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit



















Für Leslie Mandoki war es der Abschluss einer persönlichen
Trilogie zum Thema „Freiheit“. Nach seinem ersten Buchprojekt „Sehnsucht nach
Freiheit“ und der im vergangenen Jahr im TV ausgestrahlten gleichnamigen
Arthaus-Doku spielte er nun mit seinen Man Doki Soulmates drei exklusive Konzerte
in Paris, London und zuletzt in Berlin vor einem restlos begeisterten Publikum.
Die Konzerte unter dem Motto „Wings of Freedom - a story of Mother Europe“
waren geballte Musikkunst vom Feinsten mit Standing Ovations in allen drei
Städten. Die Soulmates,
eine Band der Superlative, deren Protagonisten es gemeinsam auf 35 Grammys und
unzählige Goldene und Platin Auszeichnungen bringen, sind eine Band der
Bandleader und ein Who is Who des Jazz- und Rockuniversums versammelt um Leslie
Mandoki.



 



Der Konzert-Titel „Wings of Freedom“ steht nicht nur für
grenzenlose Musikalität der Protagonisten, sondern diese „künstlerische
Wertegemeinschaft“, wie Mandoki seine Soulmates nennt, steht für
gesellschaftspolitisch relevante Musik und formuliert auch entsprechende Botschaften.



 



„Die Faulheit des Denkens blockiert die Erkenntnis“ sagt
Mandoki. „Gerade in Zeiten von Echokammern, Filterblasen und alternativen
Fakten fühlen wir renitenten musikalischen Rebellen und idealistischen Freidenker
uns wieder in der Pflicht. Dabei reklamieren wir nicht die allein objektive
Wahrheit für uns, sondern versuchen einfach authentisch und ehrlich zu sein. Wir
treten ein für gemeinsame europäische Werte. Für freie Menschen in einem freien
Europa. Ein buntes, tolerantes und freiheitsliebendes Europa, das nach der
Öffnung des Eisernen Vorhangs zusammenwachsen konnte.“



 



Mandoki, der als kleiner 3-jähriger Junge in Budapest auf
den Schultern seines Vaters den Anfang des Studentenaufstandes von 1956 gegen
die kommunistische Diktatur erlebte, kennt beide Seiten des Eisernen Vorhangs
und sagt heute „Als Deutscher bin ich dankbar und glücklich für den
historischen Moment, als die Berliner Mauer auf friedliche Art fiel. Und als
gebürtiger Budapester freue ich mich, dass es ausgerechnet die Ungarn waren,
die damals ihre Grenzen öffneten und damit den Eisernen Vorhang zum Einsturz
brachten. Daher ist es mir ein Bedürfnis, in Europa Brücken zu bauen, wo auch
immer Risse auftreten.“ Dass Mandokis Botschaft in vielen Herzen brennt, zeigt
sich beispielsweise auch in den aktuellen Demonstrationen von „Pulse of
Europe“.



 



Als illegaler Einwanderer und Asylsuchender war Mandoki ohne
ein Wort Deutsch zu sprechen im August 1975 nach Deutschland geflüchtet. Zwei
Musiker spielten in dieser Anfangszeit für Mandoki eine wichtige Rolle.



„Das erste Konzert, das ich besuchte, war Udo Lindenberg“
erinnert sich Mandoki. „Ich verstand zwar kein Wort, aber ich war als Musiker
überwältigt von der geradezu spürbaren Botschaft und Musikalität, von dem
künstlerischen Impact.



Mir war klar, Goethes und Schillers wunderbare Sprache
eignet sich für Rock. Ich muss sie nur lernen.



Rückblickend weiß ich heute als stolzer Bürger von Udo´s
bunter Republik, dass Udo genau das vertrat, was wir auch als rebellische
studentische Opposition gegen die Diktatur vertraten. Wir kämpften auch für
eine tolerante, bunte und freiheitshungrige Gesellschaft.“ Und er ergänzt „Richtig
schön, wenn man eine Wertegemeinschaft in musikalischem, künstlerischem und in
gesellschaftlichem Sinne bilden kann.



Rockmusik hat erst dann seine wirkliche Berechtigung, wenn
sie eine gesellschaftspolitische Botschaft hat und wenn sie für eine bessere,
aus unserer Sicht auf alle Fälle eine tolerantere Welt eintritt.“



 



Die zweite prägende Begegnung war Klaus Doldinger. Ihn hatte
Mandoki vor seiner Flucht bei einem Jazzfestival im heute slowenischen Bled kennengelernt.
Aus einer Telefonzelle heraus habe er ihn nach seiner Flucht angerufen und um
Hilfe gebeten. Bei der Anmoderation für Klaus Doldinger im Berliner Konzerthaus
schwärmte Mandoki vor allem über dessen menschliche Haltung: „Damals gab es
solche Terminologien wie Willkommenskultur oder Integrationsbeauftragte nicht.
Wir waren ein paar junge Burschen, die Bach und Beethovens und Schiller und
Goethes Land für sich entdecken wollten. Und es gab einen genialen menschlichen
Zug eines Musikers, der jetzt 40 Jahre später zum ersten Mal mit uns auf der
Bühne ist, der sich damals in ein Auto gesetzt hat und zweieinhalb Stunden
später in dieser Kneipe war, wo wir auf ihn gewartet haben und auf vier DIN-A4
Blättern uns alles aufgeschrieben hat, was damals die Szene in München
angetrieben hat. Damals waren ja die Stones, Deep Purple, Elton John und David
Bowie alle in der Stadt. Und durch ihn durften wir an die Studio-Türen klopfen
und wurden auch reingelassen.“ Jetzt bei den Konzerten in Paris, London und
Berlin freute sich Klaus Doldinger „dass wir heute Abend in so einer
wunderbaren Besetzung mit den vielen tollen Kollegen musizieren können. Das hätte
ich mir damals nicht vorstellen können.“



 



Die Soulmates die im Londoner Hammersmith Apollo, im
Pariser Olympia und im Konzerthaus in Berlin gemeinsam mit Leslie Mandoki auf
der Bühne standen sind allesamt Legenden: Chris Thompson (Manfred Mann´s Earth
Band), Bobby Kimball (Toto), Nick van Eede (Cutting Crew), Al di Meola, Ian
Anderson (Jethro Tull), Tony Carey (Rainbow), Randy Brecker, Bill Evans (Miles
Davis Band), David Clayton-Thomas (Blood Sweat & Tears), John Helliwell
(Supertramp), Till Brönner, Klaus Doldinger und als jüngster „Soulmate“ Cory
Henry (Snarky Puppy).



 



Die Konzerte sind geprägt vom Zusammenspiel aller Soulmates
Künstler als eine Weltstar-Band, bei der jeder Einzelne sein Ego hinten
anstellt! Dabei sind eigene Soulmates-Songs und kollektive Improvisationskunst
auf höchstem Niveau ebenso Teil des Konzerterlebnisses, wie die Mega-Hits der
Soulmates-Mitglieder. „One stage – one Band! “



 



Es sind großartige Musik-Momente, wenn sich Startrompeter
Till Brönner mit seinem großen Vorbild, dem legendären und weltbestem Trompeter
Randy Brecker duelliert, oder Improvisationsgenie Bill Evans mit seinem
Sopransaxophon und John Helliwell (Supertramp) mit der Klarinette ihre
Klangbilder malen. Jazz-Gitarrenikone Al di Meola setzt zudem weitere
Glanzpunkte. Generationen von Großmeistern stehen gemeinsam auf einer Bühne und
bilden vom 80-jährigen deutschen Jazz-Papst Klaus Doldinger bis hin zum
jüngsten Soulmates Mitglied und dreifachen Grammy-Gewinner Cory Henry, der in
Paris mit den Soulmates seinen 30. Geburtstag feierte, eine Generationsbrücke.



Letzterer riss das Publikum mit seinem Solo regelrecht von
den Sitzen. Er pulverisierte Klischee-Grenzen zwischen klassischer Klavier- und
Orgelkunst durch gleichermaßen virtuoses, grenzüberschreitendes Kreativspiel.
Einfach atemberaubend. Und er selbst zeigte sich begeistert von den Soulmates:
„Ich bin sehr geehrt, Teil dieser legendären Besetzung zu sein. Für mich als
der Jüngste in Leslie's legendärer Band, war eine große musikalische
Bereicherung mit dieser Weltauswahl unter seiner Leitung zu spielen.“



 



Till Brönner beschreibt es so: „Wo gibt es schon eine Band,
in der Sie den Saxophonisten fragen können, wie es ist, mit Miles Davis
gespielt zu haben. Randy Brecker. Das war mal mein „Lehrer“. Und Cory Henry hat
ein paar Grammys mit nach Hause genommen.“



 



In London begeisterte auch Soulmates-Gründungsmitglied Ian
Anderson, seines Zeichens Mastermind der Kultband Jethro Tull mit seinem
unverwechselbaren Flötenspiel. In einem langen Solo gemeinsam mit Leslie
Mandoki ließen beide mit ihrem Song „Back To Budapest“ noch einmal die Momente
des ersten gemeinsamen Konzertes vor über 25 Jahren aufleben.



 



Seine Soulmates aus Amerika und England vergleichen Mandokis
Fähigkeiten, diese außergewöhnliche Band der Bandleader zu leiten, hin und
wieder mit Quincy Jones und Duke Ellington. Nun erhielt er nach dem Konzert in
Berlin auch von seinen Deutschen Mitstreitern Till Brönner und Klaus Doldinger
höchstes Lob für die musikalische Führung.



 



Die Soulmates stehen mit ihrer Musik nicht nur für
Virtuosität, sondern vor allem für handgemachte Musikkunst, oder wie Leslie
Mandoki es beschreibt: „Auch in Zeiten von Twitter, social media und
Kurznachrichten auf dem Smartphone ist Musik für uns immer noch wie ein mit
Tinte auf Papier handgeschriebener Liebesbrief.“



Abgerundet wurden die Konzerte auch durch bemerkenswerte
Bildprojektionen. Sie alle thematisierten die Botschaft, die Mandoki auch in
seinen Ansagen ausspricht: Wings of Freedom.

“Für Freiheit in einem friedlichen Europa mit gemeinsamen Werten wie Freiheit
der Meinung, der Presse, der Religion. Keine Toleranz gegenüber Intoleranz.“
Und Mandoki weiter: „Wir müssen nach Wegen suchen, wie wir unseren
nachfolgenden Generationen eine bessere Welt hinterlassen können“. Und er weiss
wovon er spricht, wenn er mahnt: “Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit.“




16-05-2017

Man Doki Soulmates begeistern auf Konzert-Tour in Paris, London und Berlin


„Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit“ sagt Leslie Mandoki zum Abschluss jedes dieser drei unvergesslichen Man Doki Soulmates Konzerte in Paris (1.3.), London (3.3.) und zuletzt am 6.3. in Berlin zu einem restlos begeisterten Publikum. Diese drei einzigartigen Konzerte unter dem Motto „Wings of Freedom“ waren jeweils über drei Stunden geballte Musikkunst vom Feinsten.

Die Soulmates, eine Band der Superlative, deren Protagonisten es gemeinsam auf 35 Grammys und unzählige Goldene und Platin Auszeichnungen bringen, sind eine Band der Bandleader und ein Who is Who des Jazz- und Rockuniversums versammelt um den Gründer und Namensgeber Leslie Mandoki.

 

Mandoki, der als kleiner 3Jähriger Junge in Budapest auf den Schultern seines Vaters den Anfang des Studentenaufstandes von 1956 gegen die kommunistische Diktatur erlebte und später als junger Musiker die Zensur und Unfreiheit hinter dem Eisernen Vorhang erfuhr, war 1975 in den Westen geflohen. „Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum!“ hatte ihm sein Vater am Sterbebett mit auf den Weg gegeben.

 

Vor rund 25 Jahren folgte Leslie Mandoki seiner buchstäblich phantastischen Vision. Er lud die Größen des Rock und Jazz in sein Studio, um mit ihnen gemeinsam ein Album mit seinen eigenen Songs aufzunehmen und anschließend ein Konzert in seiner Geburtsstadt Budapest zu spielen. Es war ein Tribut an die Menschen, die in Unfreiheit, Unterdrückung und mit Zensur leben mussten. Musik als Brückenschlag zwischen den Kulturen. Das war der Beginn der Man Doki Soulmates. Inzwischen haben sie viele gemeinsame Alben mit eigenen Songs aufgenommen und zahllose unvergessliche Live-Konzerte gespielt.


Wings of Freedom steht nicht nur für grenzenlose Musikalität der Soulmates Protagonisten, sondern die „musikalische Wertegemeinschaft“, wie Mandoki seine Soulmates nennt, hat auch eine gesellschaftspolitische Botschaft.

„In Zeiten von Echokammern, Filterblasen und alternativen Fakten reklamieren wir Musiker und Freidenker nicht die allein objektive Wahrheit für uns, sondern versuchen einfach authentisch und ehrlich zu sein.“ so Mandoki. 
“Wir treten ein für gemeinsame europäische Werte. Für freie Menschen in einem freien Europa. Ein freies Europa, das nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs zusammenwachsen konnte.“

Leslie Mandoki kennt beide Seiten des Eisernen Vorhangs und sagt heute „Als Deutscher bin ich dankbar und glücklich für den historischen Moment, als die Berliner Mauer auf friedliche Art fiel. Und als gebürtiger Budapester freue ich mich, dass es ausgerechnet die Ungarn waren, die damals ihre Grenzen öffneten und damit den Eisernen Vorhang zum Einsturz brachten.
Und daher ist es mir ein Bedürfnis, in Europa Brücken zu bauen, wo auch immer Risse auftreten.“

In diesem Geiste entstand Anfang der 90er Jahre das ManDoki Soulmates Projekt mit dem allerersten Song „Mother Europe“. Damals waren bereits dabei Ian Anderson (Jethro Tull), David Clayton-Thomas), Jack Bruce (Cream) und Bobby Kimball (Toto). „Kurz danach spielten wir gemeinsam unser erstes großes Live-Konzert in Budapest auf der „Freiheitsinsel“. Es war die Eröffnung des Sziget-Festivals, das heute zu den größten in ganz Europa gehört. Und nun gut 25 Jahre danach spielen wir in großer Besetzung unter dem Motto „Wings Of Freedom“ mit den Man Doki Soulmates diese wunderbaren Konzerte in drei europäischen Hauptstädten Paris, London und Berlin. Für mich geht hier über 40 Jahre nach meiner Flucht in den Westen ein Traum in erfüllung.“ schwärmt Mandoki. „Deshalb haben wir uns für diese außergewöhnlichen Konzerte die schönsten Locations mit Kultstatus ausgesucht. Das L’Olympia in Paris, das Hammersmith Apollo in London und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, eines der schönsten Konzerthäuser unserer Republik.“

Bei den Wings of Freedom Konzerten standen gemeinsam mit Leslie Mandoki auf der Bühne seine Soulmates Chris Thompson (Manfred Mann´s Earth Band), Bobby Kimball (Toto), Nick van Eede (Cutting Crew), Al di Meola, Ian Anderson (Jethro Tull), Tony Carey (Rainbow), Randy Brecker, Bill Evans (Miles Davis Band), David Clayton-Thomas (Blood Sweat & Tears), John Helliwell (Supertramp), Till Brönner, Klaus Doldinger und als jüngster „Soulmate“ Cory Henry (Snarky Puppy).

 

Die Konzerte der Man Doki Soulmates sind geprägt vom gemeinsamen Zusammenspiel aller Soulmates Künstler als eine Weltstar-Band! Dabei sind eigene Soulmates-Songs und kollektive Improvisationskunst auf höchstem Niveau ebenso Teil des Konzerterlebnisses, wie die Mega-Hits der einzelnen Soulmates-Mitglieder. „One stage – one Band! “

 

Es sind großartige Musik-Momente, wenn sich Startrompeter Till Brönner mit seinem großen Vorbild der Welt-Trompeten Legende Randy Brecker duelliert, oder Improvisationsgenie Bill Evans mit seinem Sopransaxofon und John Helliwell (Supertramp) mit der Klarinette ihre Klangbilder malen. Jazz-Gitarrenlegende Al di Meola setzt zudem weitere Glanzpunkte. Generationen von Großmeistern stehen da gemeinsam auf der Bühne. Vom 80-jährigen deutschen Jazz-Papst Klaus Doldinger bis zum Soulmates-Küken Cory Henry, der in Paris mit der Band seinen 30. Geburtstag feierte.

Letzterer riss das Publikum mit seiner 4min Introduktion für Tony Carey's Deep Purple Klassiker „Smoke on the Water“ regelrecht von den Sitzen. Er pulverisierte Klischee-Grenzen zwischen klassischer Orgelkunst und gleichermaßen virtuosem, grenzenlosem Kreativspiel. Nicht kategorisierbar, modern und atemberaubend.

In London begeisterte Gründungsmitglied Ian Anderson seineszeichens Gründer und Kopf von Jethro Tull mit seinem unverwechselbaren Flötenspiel. In einem langen Solo gemeinsam mit Leslie Mandoki ließen beide mit ihrem „Back To Budapest“ noch einmal die Momente des ersten gemeinsamen Konzertes vor über 25 Jahren aufleben.

 

Die Soulmates stehen mit ihrer Musik nicht nur für Virtuosität, sondern vor allem für handgemachte Musikkunst, oder wie Leslie Mandoki es beschreibt: „Auch in Zeiten von Twitter, social media und Kurznachrichten auf dem Smartphone ist Musik für uns immer noch wie ein mit Füller auf Papier geschriebener Liebesbrief.“

Abgerundet wurden die Konzerte auch durch bemerkenswerte Bildprojektionen zum Teil auch von Werke des Malers Peter Mandoki: Sie alle thematisierten die Botschaft, die Mandoki auch in seinen Ansagen ausspricht: Wings of Freedom. 
“Für Freiheit in einem friedlichen Europa mit gemeinsamen Werten wie Freiheit der Meinung, der Presse, der Religion. Keine Toleranz gegenüber Intoleranz.“ Und Mandoki weiter: „Wir müssen nach wegen suchen, wie wir unseren nachfolgenden generationen eine bessere Welt hinterlassen können“. Und er weiss wovon er spricht, wenn er mahnt:
“Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit.“

Facebook // Homepage // mailto:info@redrock.de // Photo: Benjamin Zibner / Red Rock Production

 

Fotos: https://we.tl/9ixZ4tkL4C


08-03-2017

Sehnsucht Nach Freiheit - Der Film


Zum 60. Jahrestag des Ungarischen Volksaufstands von 1956 produzierte Leslie Mandoki einen Film, der nicht nur die Hintergründe des Freiheitskampfes der Ungarn von 1956 gegen die kommunistische Diktatur erklärt, sondern beleuchtet gemeinsam mit drei international renommierten Historikern, Professor Guido Knopp (Deutschland), Dr. Larry Schweikart (USA) und Prof. Maria Schmidt (Ungarn) diese historischen Ereignisse und darin verborgene emotionale Zusammenhänge.

Mandoki spannt den Bogen von 1956 über 1989 bis heute. Als gebürtiger Budapester, der in Deutschland eine neue Heimat gefunden und seine Träume in Freiheit verwirklichen konnte und dessen Herz, wie er sagt „manchmal noch immer ungarisch denkt“, versucht er immer wieder Brücken zu bauen, dort wo Risse entstanden sind.

„Wie jeder Ungar habe auch ich „meine“ eigene Geschichte zu 1956“, sagt Mandoki. „Dieser Film ist den beiden Großvätern meiner Kinder gewidmet. Ich war damals noch zu klein aber als beinahe vierjähriges Kind habe ich auf den Schultern meines Vaters erlebt, wie die Stalin-Statue auf dem Budapester Heldenplatz zerstört wurde. Für die „Pester Jungs“ war es ein substantieller und existentieller Kampf für ein Leben in Freiheit, freies Denken und Selbstbestimmung.“


Mit 22 Jahren war Mandoki als junger Musiker vor der Umklammerung der kommunistischen Zensur auf der Suche nach Freiheit und künstlerischer Selbstverwirklichung durch einen Tunnel vor dem Eisernen Vorhang in den Westen geflüchtet. 1975 erreichte Mandoki ohne Deutschkenntnisse als illegaler Asylsuchender Deutschland. Inzwischen hat als international renommierter Musikproduzent seinen Lebensmittelpunkt und seine Studios in Bayern. Mit seiner Musik hat er Vieles erreicht und mit Weltstars wie Lionel Richie und Phil Collins, oder mit Newcomern wie No Angels und Andreas Bourani Musik produziert. In den „Mandoki Soulmates“ vereint er legendäre Größen des Jazz und Rock zu einer Band. Für seinen Film konnte Mandoki viele spannende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte von Michail Gorbatschow bis Horst Teltschik und Bodo Hombach befragen. Politiker wie Gregor Gysi, Dr. Edmund Stoiber und Sigmar Gabriel kommen ebenso zu Wort wie Künstlerkollegen Peter Maffay und Till Brönner, oder der erfolgreichste ungarische Filmproduzent in Hollywood Andrew Vajna sowie weitere Gesprächspartner aus vielen Bereichen der Gesellschaft in Deutschland und Ungarn. Zeitzeugen von 1956 erinnern sich an die dramatischen Erlebnisse und berichten darüber authentisch als Teil ihres eigenen Lebens. Die Gesprächspartner erläutern auch ihre persönliche Definition der Sehnsucht nach Freiheit. Die Geschehnisse in Ungarn von 1956 sind Sinnbild für die „Sehnsucht nach Freiheit“. Eine Sehnsucht, die wie eine Fackel immer weitergegeben wurde bis sich schließlich 1989 vollendete, was die Ungarischen Studenten 1956 begonnen hatten. Als die Bilder von der ungarischen Grenzöffnung mit den glücklichen DDR-Flüchtlingen um die Welt gingen, war die Saat der mutigen „Pester Jungs“ endgültig aufgegangen. Nicht nur in Deutschland wurden Freiheit, Frieden und Einheit 1989 erstmals möglich. Ohne 1956 hätte es 1989 nie gegeben und auch nicht kein freies Europa, wie wir es heute kennen. Für Mandoki ist der Freiheitskampf der Ungarn 1956 ein Moment aus dem die Geschichte Kraft und Toleranz im heutigen Europa schöpfen kann und auch in Bezug auf die deutsch-ungarische Freundschaft.


„Als Deutscher bin ich unendlich dankbar für den wunderbaren, historischen Moment als 1989 die Berliner Mauer fiel und all das wieder zusammenwuchs, was auch zusammengehörte. Als gebürtiger Budapester bin ich natürlich stolz, dass es die Ungarn waren, die 1989 den schrecklichen Eisernen Vorhang zerrissen und damit den ersten Stein aus der Berliner Mauer geschlagen haben.“


Für Mandoki ist gerade der Brückenschlag und die Auswirkungen der Ereignisse von 1956 auf unsere heutige freie Gesellschaft wichtig. „Diesen Spirit und den Stellenwert von Freiheit in einer unterdrückten Gesellschaft versuchen wir mit unserem Film „Sehnsucht nach Freiheit“ zu transportieren. Hinein in die Wohnzimmer der jungen Menschen von heute, hinein in die Komfortzone unseres heutigen Europa, in dem wir so Vieles als selbstverständlich erachten und sich kaum jemand Gedanken macht, was Freiheit wirklich bedeutet.“

Ausstrahlung: Samstag, 22.10.2016
um 21:55 Uhr auf Kabel eins Doku - Mediathek



27-10-2016

Neue Wege! Škoda feiert in Berlin die Weltpremiere des neuen bärenstarken SUV Kodiaq


Es war eine wahrhaft beeindruckende Weltpremiere unter den Motto "Discover New Grounds" im Berliner Kraftwerk vor 600 geladenen Journalisten und Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kunst. Mit dem neuen SUV Kodiaq breschreitet Škoda neue Wege in die automobile Zukunft. Der Kodiaq vereint Eleganz und Kraft in unserer modernen, vernetzten Lebenswelt zwischen urbanem Leben, Alltag, Sport und Outdoor-Abenteuer.

Musikalisch gestaltet wurde die Weltpremiere von Leslie Mandoki mit einem exklusiv für diesen Anlass produzierten Song "Way Of The Wind". Gemeinsam mit dem ungarischen Klaviervirtuosen Balázs Havasi und der jungen singer-songwriterin Julia Eva setzte Mandoki auf die Bühne durch den Kodiaq-Song einen mitreissenden emotionalen Abschluss der Weltpremiere für den Kodiaq auf dessen Weg in die freie Wildbahn!

26-10-2016

Schmelztiegel Budapest


Der Musiker Leslie Mandoki zeigt seine Geburtsstadt
Budapest.Die Perle der Donau. Eine pulsierende Metropole, kultureller Schmelztiegel und eines der beliebtesten Ziele für Europäische Städtereisen. Diese Stadt hat viele interessante Persönlichkeiten hervorgebracht. Einer davon ist Leslie Mandoki. Der Musiker und Produzent hat seinen Lebensmittelpunkt und seine Musikstudios in Bayern. Durch sein musikalisches Wirken hat er überall auf der Welt zwischen Shanghai und Los Angeles Vieles bewegt. Ob mit Weltstars wie Lionel Richie und Phil Collins, oder mit Newcomern wie No Angels und Andreas Bourani. In seinen „Soulmates“ vereint er legendäre Größen des Rock und Jazz zu einer Band. Seine Musik bringt Filme und auch Marken zum klingen – ob TV-Serien, Autos, FC Bayern oder CDU. Mandoki zeigt uns die Schönheit und den Flair seiner Geburtsstadt, aber auch Hintergründiges und Unbekanntes.
Der einzigartige Charme dieser Stadt mit den architektonischen Schönheiten und der Lage an der Donau, den Thermalquellen und Kaffeehäusern, den verträumten Hinterhöfen, und einem vollen Festkalender. Die „Donaumetropole“ ist die Stadt der Literaten, Komponisten, Maler, aber auch die der Goldmedaillengewinner und Nobelpreisträger. Die „Rendezvous-Stadt“, wo die Sinnlichkeit überall in der Luft zu liegen scheint und die „mit Wonne die Donauschlange zwischen ihre Brüste lasse“, aber auch ein Ort der Geschichte, wo russische Truppen 1956 den Volksaufstand blutig niederschlugen und wo vor 26 Jahren die Öffnung des Eisernen Vorhangs ihren Anfang nahm.
Mandoki zeigt Budapest als Europas Schmelztiegel der Kulturen. Hier leben Menschen unterschiedlichster Herkunft und religiöser Ausrichtungen. Hier ist es völlig unerheblich welche Kirche jemand besucht oder ob überhaupt. Hier ist jeder Neuankömmling schnell ein Budapester, selbst dann, wenn er erst ein paar Brocken Ungarisch kann. Eine wahrhaftig integrierte Gesellschaft.
In Gesprächen mit prominenten Persönlichkeiten wie Peter Maffay, oder Hollywood Filmproduzent Andrew Vajna und mit Budapestern aus unterschiedlichsten Bereichen lernen wir Vieles über die Magyaren im Allgemeinen und die Budapester im Speziellen, über ihren Witz, das Budapester Nachtleben, ihre Kulinarischen Spezialitäten und ihre von Freiheitsdrang beseelte, lebendige Diskussionsfreude, die politisch oftmals wenig in unser Schema passt.
Mandoki erzählt auch über eine Stadt, aus der er vor 40 Jahren aus politischen Gründen geflohen ist. Als illegaler Einwanderer war Mandoki 1975 nach Deutschland gekommen. Im Aufnahmelager gab er damals zu Protokoll, dass er in den Westen gekommen sei, um einmal mit seinen musikalischen Vorbildern wie Ian Anderson (Jethro Tull), Jack Bruce (Cream) und Al di Meola zu musizieren. Alle drei wurden schließlich vor inzwischen über 20 Jahren zu Gründungsmitgliedern seiner Band Man Doki Soulmates und besuchten mit Mandoki des öfteren seine Geburtsstadt.

Sendetermin: 23. Dezember 2015 / 21:00 Uhr / n-tv  TEASER:Budapest Teaser      FILM:Schmelztiegel Budapest

23-12-2015

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